Telematik-Infrastruktur
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Telematik-Infrastruktur

Das müssen Sie wissen

Die Telematik-Infrastruktur (TI) will alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen miteinander vernetzen. Die Vorgaben und Meilensteine dafür liefert das E-Health-Gesetz. Vor allem wegen der mit der Zeit sinkenden Förderungen und der angedrohten Sanktionen ist es sinnvoll, die ePA-Anbindung und den eArztbrief voranzutreiben.

Welche Fristen sind für uns wichtig?

Juli 2021: Bis zum 1. Juli 2021 müssen laut Gesetz alle Ärzte die notwendige Ausstattung vorhalten, um Daten über die TI in die ePA zu übertragen oder auszulesen. Praxen, die diesen Termin unverschuldet nicht einhalten, werden jedoch laut Bundesgesundheitsminister nicht mit Sanktionen belegt.

Juli 2021: Ab dem 1. Juli 2021 wird die Fax-Kostenpauschale im EBM (GOP 40111) mit nur noch 5 Cent je Telefax bewertet. Diese Kostenpauschale unterliegt einem Höchstwert je Arzt.

Juli 2020: Für den Versand von Arztbriefen und anderen Unterlagen per Post gibt es seit Juli 2020 nur noch die Porto-Kostenpauschale (GOP 40110) in Höhe von 81 Cent. Diese Kostenpauschale unterliegt einem Höchstwert je Arzt. Die bisherigen Kostenpauschalen 40120 bis 40126 für das Porto sowie die Kostenpauschale 40144 für Kopien wurden gestrichen. 

Juni 2019: Bis dahin musste das TI-Integrationsmodul für eRIS installiert werden. 

Welche TI-Voraussetzungen gibt es?

Grundvoraussetzung ist unser TI-Integrationsmodul für eRIS (von der gematik zugelassen), welches in Ihrer Praxis bis zum Juni 2019 installiert werden sollte. 

Darüber hinaus müssen je nach TI-Anwendung weitere Voraussetzungen erfüllt werden. Sowohl für den eArztbrief als auch ggf. für die ePA-Anbindung benötigen Ärzte den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), der über die Landesärztekammern ausgegeben wird.

Wie beantrage ich den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA)?

Zum Versenden von eArztbriefen und ggf. zur ePA-Anbindung benötigen Ärzte als Identitätsnachweis einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA). Mit ihm kann auch eine rechtssichere elektronische Unterschrift erstellt werden: die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

Der eHBA für Ärzte wird über die Landesärztekammern ausgegeben. Im Rahmen der Anbindung der Praxen an die Telematik-Infrastruktur werden die monatlichen Kosten für den eHBA zur Hälfte übernommen. Mehr Informationen >>

eArztbrief

Seit zwei Jahren ist der eArztbrief bei Digithurst unter kv-safenet erfolgreich im Einsatz. Im letzten Jahr mussten wir aufgrund stetig neuer Anforderungen den eArztbrief unter KIM entwickeln und für eine praktikable Handhabung im eRIS-Workflow mehrmals anpassen. Mit Abschluss der Entwicklungsarbeiten an der ePA 1.1 Version ist der eArztbrief unter KIM mit Integration im eRIS einsatzfähig. Im Leistungsumfang wird hier die Komfortsignatur enthalten sein. Dank dieser können unsere Kunden über einen längeren Zeitraum mehrere Dokumente signieren, nach einmaliger PIN-Eingabe bei eingestecktem eHBA.

Wie werden eArztbrief, Briefversand und Faxversand vergütet?

eArztbrief: Ärzte erhalten weiterhin 28 Cent für den Versand (GOP 86900) und 27 Cent für den Empfang (GOP 86901) je eArztbrief. Neu ist eine Strukturförderpauschale (GOP 01660) für den Versand von einem EBM-Punkt (10,99 Cent) je Brief. Für beide Pauschalen gilt ein gemeinsamer Höchstwert von 23,40 Euro je Quartal und Arzt. Unbegrenzt wird dagegen die Strukturförderpauschale gezahlt – für jeden versendeten Brief extrabudgetär. Mehr Informationen >>

Briefversand: Für den Versand von Arztbriefen und anderen Unterlagen per Post gibt es ab Juli 2020 nur noch die Porto-Kostenpauschale (GOP 40110) in Höhe von 81 Cent. Diese Kostenpauschale unterliegt einem Höchstwert je Arzt. Die bisherigen Kostenpauschalen 40120 bis 40126 für das Porto sowie die Kostenpauschale 40144 für Kopien werden zum 1. Juli gestrichen. Mehr Informationen >>

Faxversand: Ab dem 1. Juli 2021 wird die Fax-Kostenpauschale im EBM (GOP 40111) mit nur noch 5 Cent je Telefax bewertet. Diese Kostenpauschale unterliegt einem Höchstwert je Arzt.  Mehr Informationen >>

Welche Vorteile bietet der eArztbrief?

Mit dem eArztbrief für eRIS und dem dafür benötigten TI-Integrationsmodul bzw. dem KV-SafeNet-Anschluss nutzen Sie die neuen Möglichkeiten optimal. Der Befundversand geht damit viel schneller und sicherer als bisher. 

  • gute Vergütung
  • zukunftsfähiger Übertragungsweg 
  • Fax wird immer unsicherer

Die Vorgaben des Gesetzgebers sind klar: Die Vergütung für den Fax-Versand darf maximal halb so hoch sein wie die Vergütung für den eArztbrief. Damit wird der Wechsel in die elektronische Kommunikation belohnt. Nutzen auch Sie die Vorteile der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Übrigens: Im eArztbrief gibt es optional die Möglichkeit, einen Link mitzusenden, der die dazugehörigen Bilder in HealthDataSpace anzeigt.

Wie funktioniert der eArztbrief mit eRIS?

Mit dem eArztbrief übermitteln Sie Informationen dank der Telematik-Infrastruktur oder KV-SafeNet schnell und sicher. 

  • geschütztes Mailverfahren innerhalb der TI-Infrastruktur
  • persönlicher Mail-Client in eRIS
  • inkl. Empfang und Versand von Befunden
  • automatischer Befundexport auch über eArztbrief (zusätzlich zu Fax und Druck)

Die Abrechnung erfolgt vollautomatisch mit der entsprechenden Abrechnungsziffer, sobald der versendete Befund mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) versehen ist. Dies wird voraussichtlich nach dem nächsten Update der TI-Konnektoren der Fall sein.

Welche Voraussetzungen gibt es dafür?

Um den eArztbrief nutzen zu können, binden wir Ihre Praxis zunächst an die Telematik-Infrastruktur oder KV-SafeNet an und aktualisieren Ihre eRIS Clients auf Version 2. Wir stehen Ihnen in allen Belangen als kompetenter Ansprechpartner zur Seite, damit Sie alle nötigen Voraussetzungen für den eArztbrief erfüllen.

  • Anbindung an TI-Infrastruktur / KV-SafeNet
  • eRIS Version 2
  • elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)

Zum Versenden von eArztbriefen benötigen Ärzte als Identitätsnachweis einen elektronischen Heilberufsausweis (eHBA). Mit ihm kann auch eine rechtssichere elektronische Unterschrift erstellt werden: die qualifizierte elektronische Signatur (QES).

Der eHBA für Ärzte wird über die Landesärztekammern ausgegeben. Im Rahmen der Anbindung der Praxen an die Telematik-Infrastruktur werden die monatlichen Kosten für den eHBA zur Hälfte übernommen. Mehr Informationen >>

ePA-Anbindung

Die ePA wurde für Digithurst am 30.06.2021 erfolgreich zertifiziert und unseren Kunden am 01.07.2021 auf ihrem RIS-Server eingerichtet. Über die jeweiligen Abrechnungsziffern ab Q 2021 können unsere Kunden der KV nachweisen, dass sie über einen ePA-fähigen PVS-Anbieter verfügen. Die Beauftragung der ePA-Angebote im Juli verhinderte die von der KBV angekündigte Kürzung der Vergütung aus Q2/2021. 

Dadurch können unsere Kunden im Laufe des Oktobers mit der Version ePA 1.1 Inhalte in die ePA einstellen, bereits in der ePA befindliche Dokumente anzeigen, in eRIS importieren und dauerhaft in der Karteikarte speichern. Die Nutzung der ePA ist somit in den medizinischen Workflow unserer Kunden vollständig integriert. Das umfasst auch die eAU.

Wie wird die ePA-Anbindung vergütet?

Die Kosten für die Grundausstattung und das Update auf die E-Health-Anwendungen sind bereits von anderen TI-Pauschalen abgedeckt. Für die ePA kommen diese Pauschalen hinzu:

  • 400 Euro einmalig für das Update ePA-Konnektor
  • 150 Euro einmalig für das eRIS-Modul ePA
  • 4,50 Euro je Quartal als Betriebskostenzuschlag ePA

Welche Vorteile bietet die ePA-Anbindung?

Dokumente aus ePA auslesen: Ärzte können in eRIS erkennen, wenn ihnen Patient:innen Zugriff auf Dokumente in ihrer ePA gewährt haben. Je nach Umsetzung werden die in der ePA zugänglichen Informationen etwa in einem eigenen Ordner oder Reiter dargestellt. 

Dokumente in ePA speichern: Auf Wunsch von Patient:in sind Ärzte, Psychotherapeuten, aber auch Apotheker und Zahnärzte verpflichtet, Kopien von patientenbezogenen Dokumenten in der ePA zu speichern. Dies betrifft jedoch nur den aktuellen Behandlungskontext. Die Übertragung soll möglichst komfortabel, etwa per Drag and Drop, möglich sein. Die Originaldaten verbleiben dabei in eRIS.

Dokumente aus ePA löschen: Patient:innen können Dokumente jederzeit eigenständig aus der ePA löschen. Praxen können entsprechend nicht automatisch davon ausgehen, ein vollständiges Bild des Krankheitsverlaufs über die ePA zu erhalten. Versicherte haben zudem jederzeit das Recht, die Einwilligung zur Datenverarbeitung gegenüber ihrer Krankenkasse zu widerrufen. Dann wird die gesamte ePA gelöscht.

Wie funktioniert die ePA-Anbindung mit eRIS?

eRIS ergänzt automatisch im eArztbrief einen Link. Mit diesem Link gelangen Patienten zu ihrem persönlichen HealthDataSpace mit ihren Untersuchungsbildern. Dazu müssen sie nur ihr Geburtsdatum eingeben.

eRIS übermittelt diesen eArztbrief inklusive Link automatisch an die ePA.

Welche Voraussetzungen gibt es dafür?

Voraussetzung für die ePA – wie für alle kommenden Anwendungen – ist, dass die Praxis an die Telematik-Infrastruktur angeschlossen ist. Darüber hinaus ist weitere Technik notwendig, die sich teilweise erst in der Zulassung durch die gematik befindet.

Der Zeitplan ist sehr eng. Praxen sollten sich deshalb rechtzeitig um die folgenden Komponenten kümmern:

  • Update zum ePA-Konnektor: Praxen benötigen für ihren Konnektor ein Update – damit wird ihr vorhandenes Gerät zum ePA-Konnektor. Für Informationen dazu wenden sich Praxen an Ihren IT-Dienstleister.
  • eRIS-Modul für die ePA: Das soll ein komfortables Lesen und Übertragen von Daten aus eRIS in die ePA und umgekehrt ermöglichen. Praxen wenden sich dazu an uns.

Sofern Dokumente qualifiziert elektronisch signiert in die ePA eingestellt werden sollen – etwa elektronische Arztbriefe oder ein Notfalldatensatz – benötigen Ärzte für den Signaturvorgang ihren elektronischen Heilberufsausweis.

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