NEUHEITEN
Startseite » Ratgeber » Teleradiologie nach Röntgenverordnung
Teleradiologie nach Röntgenverordnung

Teleradiologie nach Röntgenverordnung

Häufig erreichen uns Fragen zur Röntgenverordnung (RöV). Aus diesem Grund haben wir die Grundlagen und Voraussetzungen für den Einsatz einer Teleradiologie nach RöV kurz einmal zusammengefasst.

Unter Teleradiologie verstehen wir den Vorgang, bei dem das von einer Einrichtung digitalisierte Röntgenbild zu einem Spezialisten übertragen wird. Dieser stellt unverzüglich seine Diagnose und sendet sie an die betreffende Einrichtung zurück, damit der Patient ohne Verzögerung sachgerecht behandelt werden kann. Laut Röntgenverordnung gelten dafür folgende Regeln:

Voraussetzungen für die Genehmigung:

1. Vor Ort muss ein Arzt anwesend sein (mit entsprechenden Kenntnissen im Strahlenschutz)
2. MTA/Arzt vor Ort müssen gemäß §24 berechtigt sein, die Untersuchung auszuführen
3. Befundender Arzt, Arzt vor Ort und MTA müssen in telefonischen Kontakt treten können
4. Der befundende Arzt und der Arzt vor Ort müssen sich beraten können; die Verantwortung für Untersuchung und Befund übernimmt der befundende Arzt
5. Die verwendete teleradiologische Technik und deren Komponenten muss zeitgemäß sein und die übermittelten Bilder müssen diagnostische Aussagekraft besitzen
6. Der befundende Arzt muss innerhalb eines bestimmten Zeitraums (ca. 45 min; für die Notfallversorgung erforderlich) am Ort der Untersuchung eintreffen können

Qualitätssicherung und Forderungen des Gewerbeaufsichtsamts

1. Messung der Konstanz der Übertragungsgeschwindigkeit (1 x im Monat) bestehend aus: Übertragung eines Demo-Bilddatensatzes und Prüfung auf Vollständigkeit und Korrektheit
2. Konstanz der Bildqualität (1 x im Monat): SMPTE Testbild, 0%, 100%, 5% und 95% Grauwerterkennung, Medizinische Teststudie (Konstanz des Bildeindrucks)
3. Anpassung der Darstellung der Befundungseinheiten am Untersuchungsort und den Befundungsorten zur Gewährleistung eines möglichst gleichen Bildeindrucks; vgl. der verschiedenen BWG und evtl. auch mit Laser BDS (1 x im Jahr und bei System-Inbetriebnahme)

(Erstveröffentlichung: Herbst 2010)

Über Rainer Kasan

Rainer Kasan ist Eigentümer und Geschäftsführer von Digithurst sowie Gesellschafter von Telepaxx. Der Wirtschaftswissenschaftler, Computer Engineer und QM-Auditor verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Medizin-IT. In seiner Freizeit betreibt der zweifache Familienvater gerne Ausdauersportarten wie Marathon, Rennradfahren und Mountainbiken.

Ein Kommentar

  1. Ein sehr interessanter Beitrag! Er passt zum im Moment laufenenden Online-Dialog „Hightech-Medizin. Welche Gesundheit wollen wir?“ Ein Schwerpunktthema ist dabei Telemedizin.
    Politikberatung durch die „Weisheit der Vielen“ – das ist die Idee des Bürgerdialogs. Bürger diskutieren über die gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen medizinischer Forschung in Deutschland – offline auf Veranstaltungen (Bürgerkonferenzen) und online auf http://www.buergerdialog-bmbf.de/hightech-medizin. Das Ziel: Ein gemeinsam erarbeiteter Bürger-Report mit konkreten Handlungsempfehlungen für Politik und Gesellschaft – geschrieben aus Sicht der Bürger.

    Diskutieren Sie mit und sagen Sie uns, wo Ihrer Meinung nach die medizinische Entwicklung in Deutschland hingehen sollte.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*