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RöKo-Ausflugstipp: Weltkultur bei Leipzig erleben

Spazierengehen im Landschaftspark Wörlitz, Architektur und Kunst im Bauhaus Dessau erleben oder Geschichte in der Lutherstadt Wittenberg oder der Wartburg einatmen. Die UNESCO Weltkultur bei Leipzig ist neben dem Röntgenkongress definitiv einen Besuch wert.

Wer Leipzig als RöKo-Rahmenprogramm bereits ausgiebig erkundet hat und jetzt Lust auf etwas Neues hat, der besucht die umliegende UNESCO Weltkultur. Die UNESCO hat sich den Schutz des Kultur- und Naturerbes unserer Welt als Ziel gesetzt. Als Kulturerbe gelten Zeugnisse vergangener Kulturen und künstlerische Meisterwerke, deren Untergang ein unersetzlicher Verlust für die gesamte Menschheit wäre. Unser Tipp: Entdecken Sie die WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg mit der WelterbeCard

Bauhaus in Dessau

Zu den 1.000 Natur- und Kulturstätten der UNESCO in 163 Ländern der Welt zählt seit 1996 das Bauhaus Weimar und Dessau. Den Status verdankt es der herausragenden Architektur des Bauhausgebäudes und der anderen Bauten, die das Bild der Moderne im letzten Jahrhundert nachhaltig geprägt haben. Darüber hinaus wurde das Bauhaus auch als Institution ausgezeichnet. Die Eröffnung des Bauhaus Museum Dessau am 8. September 2019 ist einer der Höhepunkte des 100-jährigen Bauhaus Jubiläums. Die transparente Architektur lädt Besucher unmittelbar ins Erdgeschoss ein, das als Offene Bühne mit zeitaktuellen künstlerischen Positionen und Veranstaltungen bespielt wird. Erstmals wird die Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau umfassend zu sehen sein und zugleich wird das Museum als eigenständiger, zeitgenössischer Ort die Bauhausbauten in Dessau verbinden.

Gartenreich Dessau-Wörlitz

Wörlitz, ein kleines Städtchen in Sachsen-Anhalt, das auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte zurückblickt, gelangte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Berühmtheit. Einer der frühesten und wohl auch schönsten Landschaftsparks Kontinentaleuropas entstand hier in unmittelbarer Nachbarschaft zum Ort. Von Beginn an für jedermann zugänglich, sollte der Garten neben der Erholung vornehmlich auch der Bildung dienen. Die Wörlitzer Anlagen sind Teil des Gartenreichs Dessau-Wörlitz, das seit November 2000 auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Gelegen ist das gesamte Gartenreich inmitten des Biosphärenreservats Flusslandschaft Mittelelbe. Die Lutherstadt Wittenberg und die Bauhausstadt Dessau befinden sich in greifbarer Nähe, sodass Wörlitz vielfältige Möglichkeiten für Touristen und Bildungsreisende bietet und auch bevorzugter Ort für Tagungen und Konferenzen ist. 

Biosphärenreservat Mittelelbe

Es war lange Zeit eines der letzten Refugien des Elbe-Bibers: 1979 wurde der Stecky-Lödderitzer Forst zu einem der ersten deutschen Biosphärenreservate ernannt. Im Laufe der Jahre immer weiter ausgedehnt, zieht sich das heutige UNESCO Biosphärenreservat Mittelelbe mit seinen vielseitigen Auenlandschaften entlang von Elbe und Mulde durch ganz Sachsen-Anhalt. Stille Seen und Flutrinnen, Binnendünen und Feuchtwiesen, mächtige Eichen und weite Wiesen prägen die Landschaft, in der seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet sind und welche die Kulisse für das Dessau-Wörlitzer Gartenreich bildet. Das Auenhaus bietet Landschaftsinformationen sowie eine weiträumige Freianlage, um Biber in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu beobachten. Die große Tradition der Flussschifffahrt und des Schiffbaus wird bis heute vor allem in Roßlau im Schifffahrtsmuseum und beim Schifferfest gelebt.

Luther-Gedenkstätten in Wittenberg und Eisleben

Über 35 Jahre lang war das Lutherhaus die Hauptwirkungsstätte des Reformators. Als Augustiner-Kloster erbaut, diente es Martin Luther seit 1508 als Wohnhaus – zunächst als Mönch, später zusammen mit seiner Familie. Hier hatte er seine „reformatorische Entdeckung“, hier hielt er Vorlesungen vor Studenten aus ganz Europa, hier entstanden seine Schriften, die die Welt veränderten. Heute steht Besuchern das Lutherhaus als größtes reformationsgeschichtliches Museum der Welt offen. Besonders in der Lutherstube, einem weitgehend im Originalzustand erhaltenen Wohnraum des Reformators, fühlen sich seither Menschen aus aller Welt in die Zeit Luthers zurückversetzt. 1996 nahm die UNESCO das Lutherhaus in das Kulturerbe der Menschheit auf.

Die Wartburg in Eisenach

Die Wartburg liegt prachtvoll über der Stadt Eisenach in Thüringen. Es war die erste deutsche Burg, die zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde. Trotz Umbauten und Ergänzungen in späteren Jahrhunderten gilt die Wartburg als exemplarische Burg der Feudalzeit in Mitteleuropa und bietet einen beeindruckenden Überblick über 1.000 Jahre deutsche Geschichte. Der landgräfliche Hauptsitz galt einst als Zentrum hochmittelalterlichen Dichtens und Minnesangs, wurde zum Wohn- und Wirkungsort der heiligen Elisabeth, bot dem von Papst und Kaiser verfolgten Reformator Martin Luther Exil und sah mit dem Wartburgfest der deutschen Burschenschaften den Morgen einer freiheitlich-demokratischen Nation heraufdämmern.

Pressefoto: Wartburg (©Andreas Schmidt für die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH)

Naumburger Dom 

Der Naumburger Dom St. Peter und St. Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern aus der Zeit des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der „Straße der Romanik“. Seit dem 01. Juli 2018 gehört er offiziell zum UNESCO Welterbe. Mit dem Kreuzgang, dem Domgarten und den umliegenden Kuriengebäuden bildet er eines der herausragenden Architekturensembles in Mitteldeutschland. Weltbekannt ist der spätromanisch-frühgotische Dom vor allem wegen der Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters, der die Stifterfiguren des Westchores, darunter Uta von Naumburg, und den Westlettner mit den Passionsreliefs schuf.

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