Startseite » Ratgeber » Seien Sie vorbereitet – mit dem IT-Notfallhandbuch

Seien Sie vorbereitet – mit dem IT-Notfallhandbuch

Im Rahmen meiner Tätigkeit als IHK-Ausbilder für Fachinformatiker habe ich gesehen, dass sich manche Betriebe als Facharbeit von ihren Auszubildenden ein IT-Notfallhandbuch erstellen lassen. Das ist ganz schön clever, dachte ich mir. Doch wie viele radiologische Praxen oder Abteilungen haben denn auch so ein Büchlein?

Auf einen Notfall sind die wenigsten vorbereitet

Laut einer Studie aus dem Jahre 2009 besitzt nicht einmal ein Drittel aller klein- und mittelständischen Unternehmen ein IT-Notfallhandbuch oder ein IT-Notfallmanagementsystem. Aus meiner Erfahrung könnten es in der privaten Radiologie sogar noch deutlich weniger sein. Diese Tatsache ist durchaus bedenklich, gerade im Gesundheitsbereich, in dem ein besonderes Risikomanagement fester Bestandteil der verbindlich geforderten Qualitätssicherung ist. Das Fehlen eines IT-Notfallhandbuchs oder eines IT-Notfallmanagementsystems ist also genau genommen ein Versäumnis, das zur persönlichen Haftung der Geschäftsleitung, Abteilungsleitung oder der Inhaber von Arztpraxen führen kann.

IT-Notfallhandbuch muss sein

Warum hat dann nicht jeder ein IT-Notfallhandbuch, wo es doch an der Nützlichkeit sicherlich keinen Zweifel gibt? Wie die abstrakte Version von IT-Notfallmanagement auszusehen hat, ist im BSI Grundschutz Handbuch beschrieben (BSI-Standard 100-4 Notfallmanagement). Wer sich jedoch einmal das Kapitel zum IT-Notfallmanagement genauer anschaut, begräbt meist seine Absicht, ein solches Handbuch zu verfassen. Erschlagen von der Informationsfülle und frustriert vom hohen Abstraktionsgrad.

Das kann ich zwar nachvollziehen, aber es löst das Problem nicht. Ich empfehle unbedingt, sich mit den Lieferanten der Hardware und der eingesetzten Applikationen über eine Notfallstrategie zur Schadensbegrenzung zu verständigen. Das sollte um so einfacher sein, je weniger verschiedene Ansprechpartner benötigt werden und desto so weniger brisant und redundanter die zentralen Komponenten ausgelegt sind.

(Erstveröffentlichung: Sommer 2010)

Über Rainer Kasan

Rainer Kasan
Rainer Kasan ist Eigentümer und Geschäftsführer von Digithurst sowie Gesellschafter von Telepaxx. Der Wirtschaftswissenschaftler, Computer Engineer und QM-Auditor verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Medizin-IT. In seiner Freizeit betreibt der zweifache Familienvater gerne Ausdauersportarten wie Marathon, Rennradfahren und Mountainbiken.

Ein Kommentar

  1. …da bin ich aber doch ganz Ihrer Meinung…
    das sollten wir uns für das nächste Jahr vornehmen!
    Auch wenn, zum Glück, es bei uns ganz selten ein Problem gibt.
    Stabile Installation macht zufriedene Kunden.
    Schöne Feiertage
    Debrand-Passard

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*