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Prof. Dr. Alexander Cavallaro über Big und Smart Data in der Radiologie

Prof. Dr. Alexander Cavallaro über Big und Smart Data in der Radiologie

Auf dem 95. Deutschen Röntgenkongress hält Prof. Dr. Alexander Cavallaro vom Radiologischen Institut am Universitätsklinikum Erlangen den Vortrag „Big Data und Smart Data – Potenziale in der Medizin und Radiologie“. Wir haben vorab mit Prof. Dr. Cavallaro zu diesem Thema gesprochen.

Was verstehen Sie unter Big Data und Smart Data?

Prof. Dr. Cavallaro: Bei Big Data geht es nicht nur um große Datenmengen, sondern vor allem um die unterschiedliche Qualität dieser „zusammengeworfenen“ Daten. Diese können strukturiert oder unstrukturiert vorliegen, z.B. in der Patientenakte als Text-Dokument oder als Bild. Big Data bezeichnet also vielmehr das Zusammenführen dieser vielfältigen Datenquellen. Und wenn diese Daten dann extrahiert, geordnet und miteinander vergleichbar gemacht werden, also eine Intelligenz hinzukommt, dann sprechen wir von Smart Data.

Welche technologischen Voraussetzungen für Smart Data müssen in der Radiologie erfüllt werden und worin liegen dabei besondere Herausforderungen?

Prof. Dr. Cavallaro: Derzeit können Daten nur gespeichert und abgerufen werden, aber darüber hinaus ist keine tiefere Analyse möglich wie z.B. bei einer semantischen Datenbank. Eine semantische Datenbank verfügt mindestens über ein Lexikon oder besser noch eine Onthologie, die Begriffe und Befunde zusammenführt. Das Ganze hat zum Ziel diese Daten vergleichbar zu machen – also die verschiedenen Inhalte wie Texte in Befunden, Bilder oder Laborwerte so aufzubereiten, dass sie miteinander verglichen werden können.

Wo gibt es Ansätze für solche Technologien und welche davon nutzen Sie persönlich?

Prof. Dr. Cavallaro: Die optimale Patientenbetreuung in einer vernetzten Welt erfordert eine vernetzte Kommunikation. Diese gemeinsame Fürsorge und das Miteinander der einzelnen Gesundheitsnetzwerker, also Arzt, Krankenhaus etc., zum Wohle des Patienten muss sich weiter professionalisieren. Ein erster Schritt dahingehend ist eine Effizienzsteigerung in dem Sinne, dass Daten nicht redundant an mehreren Orten vorliegen, sondern eben nur einmal. Das verschafft auch dem Patienten die Sicherheit, dass seine Patientenakte konsistent geführt wird.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist eine abgesicherte Kommunikations-Drehscheibe, so wie Sie das mit HealthDataSpace geschaffen haben. Der Patient hat dabei die Datenkontrolle. Und die Medizindaten werden den Beteiligten zugänglich gemacht. Dazu gehören natürlich auch datenschutzkonforme Berechtigungskonzepte und die abgesicherte Datenspeicherung. Am Klinikum Erlangen haben wir gerade mit der Pilotphase für HealthDataSpace begonnen.

Vortrag: Big Data und Smart Data – Potenziale in der Medizin und Radiologie
Mittwoch, 28. Mai von 13:00 – 13:45 Uhr in Raum Curie WS 103.2

 

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